Mundhygiene: Wurzelholz statt Plastikbürste

Holzzahnbürste, SWAK und Miswak-Hölzchen im Vergleich

Holzzahnbürste, SWAK und Miswak-Hölzchen im Vergleich

Zähneputzen ist ja grundsätzlich sehr plastiklastig. Angefangen von der Zahnbürste über die Zahnpasta bis hin zu Zahnseide und Dental-Sticks. Da fällt in einem Jahr ziemlich viel Plastikmüll an. Auf der Suche nach einer Alternative zur herkömmlichen Zahnbürste bin ich bei meinem Besuch in der plastikfreien Zone fündig geworden.

Ich hatte die Wahl zwischen einer Holzzahnbürste mit Naturborsten und der SWAK, einer Zahnbürste mit einem austauschbaren Putzkopf aus dem Wurzelholz Miswak. Zum Testen kaufte ich eine Holzzahnbürste für meine 4-jährige Tochter und die SWAK für mich. Auch eine Stange des Miswakholzes besorge ich mir.

Bei der Holzzahnbürste ist es einfach: Zahnpasta drauf und losputzen. Meine Tochter ist begeistert. Allerdings beißt sie gern auf der Zahnbürste herum und so ist es nicht ganz so einfach, ihre Zähne mit der Holzbürste zu putzen. Holz ist eben nicht so glatt wie Plastik und so bleibe ich häufiger hängen. Aber ansonsten ist die Handhabung gut. Allerdings verringert die Bürste nicht den Hausmüll, weil sie regelmäßig ausgetauscht werden muss.

Miswak – die orientalische Zahnbürste
Das ist bei der SWAK nicht so, denn es muss ja nur das Putzköpfchen ausgetauscht werde. In der Version 3.0 besteht sie aus Bio-Kunststoff, der aus den nachwachsenden Rohstoffen Holz und Mais besteht. Der eigentliche Clou ist der Bürstenkopf. Er besteht aus dem weichfaserigen Wurzelholz des „Zahnbürstenbaumes“ Miswak, der in den Buschsteppen Afrikas, im Orient und in Ostindien weit verbreitet ist. Miswak beinhaltet zahlreiche zahnpflegende Inhaltsstoffe, wie Fluorid, Silikat, Kalium und Calcium.

Wie man mit der SWAK putzt, erklärt die Anleitung auf der Papierverpackung sehr anschaulich mit Zeichnungen. Erst muss das Miswak-Köpfchen etwas angekaut werden und dann wird jeder Zahn einzeln geschrubbt wird das angefeuchtete Köpfchen sanft über die einzelnen Zahnhälse geführt. Das ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich genauso, wie es mir mein Zahnarzt mit der elektrischen Zahnbürste immer empfohlen hat – eben jeden Zahn einzeln sorgfältig putzen! Die Zahnvorderseiten sind so relativ einfach zu putzen, nur innen muss ich ein wenig probieren, bis ich den richtigen Putzwinkel gefunden habe.

Glatte Zähne in kurzer Zeit
Der Zeitaufwand kommt mir nicht länger vor als bisher. Und das Ergebnis? Ich bin begeistert! Die Zähne fühlen sich so glatt an wie nie! Und das sogar ohne Zahnpasta! Wenn man möchte, kann man für den guten Geschmack ein Tropfen Pfefferminzöl benutzen, aber notwendig ist es nicht. Man braucht auch kein Wasser und kann daher überall putzen, wo man gerade ist. Und so sieht man mich nun häufig mit meiner Zahnbürste durchs Haus wandern. Es macht richtig Spaß, die Zähen so lange zu putzen, bis wirklich alles glatt und sauber ist. Ich bin mal gespannt, was meine Zahnärztin beim nächsten Kontrolltermin sagt.

Für die Zahnzwischenräume werden Interdentalbürsten empfohlen. Ich bleibe jedoch erst einmal bei der Zahnseide, die es in der plastikfreien Zone übrigens auch im nachfüllbaren Glasbehälter gibt.

Bleibt nur noch der Test des Miswakholzes. Dafür muss ich erst ein Stückchen der Rinde abschneiden, die Fasern etwas weichkauen und kann dann losputzen. Das Hölzchen schmeckt und riecht gut. Es liegt gut in der Hand und die Oberfläche ist stabiler als bei der SWAK, sodass man die Zahnvorderseite gut schrubben reinigen kann. Die Innenseiten der Zähne sind allerdings schwer zu erreichen, da man das Wurzelholz nicht biegen kann. Doch dafür kann ich ja die SWAK hernehmen. Die Kombination aus beiden macht für mich die Zahnpflege perfekt.

Mit Wurzelholz gegen den Zahnbürstenberg
Die Holzzahnbürste kostet um die 5 Euro, was schon ganz schön ins Geld geht, wenn man sie regelmäßig austauschen muss. Die SAWK kostet 10,90 Euro und das Miswak-Köpfchen, das alle 4-8 Wochen erneuert werden sollte, 1,90 Euro pro Stück. Das finde ich einen fairen Preis, der es locker gegen eine gute herkömmliche Zahnbürste aufnehmen kann! Zumal ja auch kein Plastik übrig bleibt! Ich stelle mir gerade den Berg von etwa 10 verbrauchten Zahnbürsten und etwa 3 Zahnpastatuben im Jahr gegen ein kleines Häufchen Wurzelbürstchen vor. Das ist definitiv ein guter und effektiver Weg, weniger Müll zu produzieren!

Advertisements

3 Gedanken zu „Mundhygiene: Wurzelholz statt Plastikbürste

  1. Ich habe über die richtige Anwendung der SWAK länger mit den Machern gesprochen und einiges sehr hilfreiches erfahren. Zum Beispiel, dass man wirklich nur sanft über die Zähne streichen muss. Wir sind das schrubben so von den herkömmlichen Zahnbürsten gewöhnt, dass es uns einfach schwer fällt, uns umzustellen. So mache ich das nun seit ein paar Tagen und der Effekt ist nach wie vor gigantisch.Das Köpfchen hält so auch länger. Ich bin gespannt!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s