Zwischen Bangen und Hoffen

Es ist derzeit nicht leicht, seinen Optimismus beizubehalten: politisch wie ökologisch. Abgesehen von der Gewalt, die momentan die Welt so fest im Griff hat, sind es Berichte über ökologische Katastrophen, die mir den Atem rauben und mich bangen lassen. Das ist die eine Seite. Die andere sind Beispiele von Menschen, die mit ihren Projekten, die Welt ein bisschen besser machen. Und das lässt mich wieder hoffen…

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So hat mich der Schrott&Korn-Artikel „Handel mit Sand: Jedes Sandkorn fehlt“ ziemlich erschüttert. Dort wird beschreiben, wie der Abbau von Sand für die Bauindustrie Unmengen an Stränden vernichtet – sogar in Regionen, die eigentlich für den Urlaub erschlossen wurden.

Sand braucht man, um Stahlbeton herzustellen, Formen für den Stahlguss oder auch Glas. Und so verbraucht jeder Deutsche im Schnitt 2,9 Tonnen Sand pro Jahr: Davon stecken etwa 80 Prozent in unseren Häusern, Straßen und Brücken. Auch zur Herstellung von Handys und vielen Alltagsprodukten wie Wasch- und Reinigungsmittel, Papier, getrocknete Lebensmittel, Haarspray, Zahnpasta oder Kosmetik wird Sand benötigt. Es ist also unser Konsum, der den Hunger nach Sand schürt.

Was bin ich für ein kleines Licht?

Wenn ich so etwas lesen, dann denke ich: Und du machst dir um das bisschen Plastik Gedanken, das du in deinem kleinen Leben vermeidest? Was ist das schon? – Ein Tropfen auf dem heißen Stein! Und dann sehe ich wieder Bilder von zugemüllten Stränden, wie die von Nunette, die in ihrem Blog Bilder vom Strand in Manila zeigt. Das schockiert mich sehr! Zeigt mir aber gleichzeitig, wie wichtig es doch ist, Bewusstsein zu generieren. Schließlich beeinflusst jeder von uns sein Umfeld. Und diese Menschen erzählen wieder ihren Freunden und Bekannten davon, was Plastik mit unserer Welt macht und so geht es immer weiter.  Irgendwann ändert sich dann hoffentlich auch unserer aller ökologisches Bewusstsein.

Hoffnungsschimmer

Das sind die kleinen Hoffnungsschimmer, die mich glauben lassen: „Alles wird gut!“ Das und Zitate wie „Es geht darum, althergebrachte Denkmuster zu ändern und so mit weniger Ressourcenverbrauch für mehr Wohlstand zu sorgen“, aus einem Bericht über Dänemark in Enorm, das Magazin für menschliches Wirtschaften.

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Und dann surfe ich durchs Internet und sehe, zu was für tollen Dinge die Leute in der Lage sind: Sie basteln Heftumschläge aus Papier, prodzuieren Klopapier aus Bambus und verschicken es plastikfrei. Oder sie machen Zahnbürsten komplett aus Bambus und Papier aus Hanf, weil diese Rohstoffe einfacher schnell nachwachsen.

Andere erfinden Geräte, um den Ozean von Müll zu befreien. So wie zwei Australier, die mit dem Projekt Seabin Müll in Küstennähe sammeln. Oder das Ocean-Cleanup-Projekt, bei dem ein 19-jähriger Holländer mit Fangarmen 7.250.000 Tonnen Plastikmüll aus dem Ozean fischen will.

Überall auf der Welt sitzen Menschen und machen einen Unterschied. Menschen, die tolle Ideen haben, andere mitreisen und das Wirtschaftssystem so ändern wollen, dass wir wirklich in Einklang mit der Natur leben können – und zwar mit all den Errungenschaften der modernen Wissenschaft!

Jede Aktion macht einen Unterschied
Noch immer bestimmt der Profit um jeden Preis bei vielen Unternehmen das Handeln. Aber die Welt ist im Umbruch und wir können den Wandel nicht aufhalten. Und das ist gut so! Wir können die Welt nicht von heute auf morgen retten, aber wir können jeden Tag das unsere dazu tun, sie ein bisschen besser zu machen. Jede einzelne Entscheidung, die wir treffen, beeinflusst auch andere. Das sollte uns klar sein, wenn wir das nächste Handy kaufen oder das nächste modische Schnäppchen. Es sind nicht unsere Strände, die verschwinden, es sind auch nicht unsere Nachbarn, die in Textilfabriken ihre Gesundheit ruinieren. Aber es sind unsere T-Shirts, die wir tragen. Machen wir einen Unterschied –  heute!

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