Plastikfreier Stammtisch & Blogparade im März: Ostern und die Macht der Gewohnheit

IMG_3357Ostern – unter diesem Thema stand der plastikfreie Stammtisch im März. Viele neue Gesichter sorgten dafür, dass sich eine rege Diskussion über den Plastiktüten und den plastikfreien Lebensstil entwickelte. Darüber, wie gedankenlos viele Menschen mit Plastiktüten umgehen – einfach, weil sie es schon immer so gemacht haben. Dann werden 2 Äpfel in eine dicke Plastiktüte gesteckt und 3 Karotten in eine dünne. Eine Papiertüte wird dagegen mit den Worten abgelehnt, dass das Obst und Gemüse zu Hause ja sowieso gleich wieder ausgepackt wird. Ja genau! Und warum dann die vielen Tüten?

Viele Menschen wollen Tüten, damit sie zu Hause ihren Müll hineintun können. Eigentlich ist das ja gegen Zweitverwertung der Tüte nicht einzuwenden … ABER: Würde sie recycelt, hätte sie noch ein zweites Leben. So wird sie thermisch verwertet – also mit dem Restmüll verbrannt. Das war’s dann: Nach etwa 25 Minuten Gebrauch für den Transport nach Hause und ein paar Tage als Mülltüte wird sie dann verheizt. Es sei denn, sie landet mit dem anderen Plastikmüll in der Wertstofftonne, dann hat sie noch eine kleine Chance, recycelt zu werden.

Unverpacktes Osterei?
Aber zurück zum Thema: Ostern. Leicht ist es nicht, an Ostern auf Verpackung zu verzichten. Schoko-Eier zu verstecken ist ohne Hülle dann doch etwas unpraktisch. Es gibt zwar schöne Metalleier zum Aufmachen (etwa bei Livipur) , in die man kleinere Eier stecken kann, aber dann ist die Anzahl der zu suchenden Eier leider etwas wenig. Das scheint es wohl erst mal keine Lösung zu geben.

Aber zumindest bei der Deko sind wir uns einig: am besten sind Hühnereier. Die sind quasi selbst eine Verpackung, die bunt angemalt einfach schön an jedem Weidenkätzchenstrauch aussehen. Zweifel kamen nur bezüglich des vielen Auspustens und der Langlebigkeit, wenn sie zur Außendeko verwendet werden.

Holz und Gips als Deko-Eier
Das führte zu einer lebhaften Diskussion über Alternativen: Holzeier halten Nässe mit Lack ab – der ist aber wieder künstlich. Abgeleitet vom Ölzeug, kam dann die Idee auf, sie in Öl einzulegen. Diesen Gedanken könnte man mal weiterverfolgen. Auch Gipseier kamen ins Gespräch, doch auch da kamen Zweifel auf, ob sie sich nicht im Freien bei Regen mit Wasser vollsaugen würden.

IMG_3339Doch auch hier gab es Gegenargumente: Schließlich werden Gipseier in der Landwirtschaft verwendet, um Hühner dazu zu bewegen, mehr Eier zu legen. Unser Öko-Ur-Gestein Frank wusste das aus eigener Erfahrung und meinte, dass die ja auch draußen liegen würden … Also auch hier eine Idee zum Weiterdenken.

Was das Osternest selbst betrifft, so ist das ja schon sehr natürlich: Weidenkorb, Stroh (vom Bauern?) oder Moos aus dem Wald. Zum Glück sind es noch ein paar Wochen bis Ostern und ich hoffe, auf viele Ideen von euch! Hier als Kommentar und in unserer Blogparade zu Ostern, die ich hiermit feierlich eröffne.

Blogparade zum Thema Ostern
In diesem Monat findet unsere Linkparty hier bei gruenerwirdsnimmer.de statt. Sie steht allen Bloggern offen! Für die Linkbilder verwenden wir Pinterest. Verlinke deinen Beitrag zum Thema Ostern einfach hier unten im Kommentar. Wir pinnen anschließend ein Bild samt Link an das jeweilige Monats-Board. Du kannst auch ältere Beiträge verlinken, die zum Thema plastikfreies Ostern passen, und an der aktuellen Parade mehrmals teilnehmen.

Bitte setze in deinem Beitrag einen Backlink zur aktuellen Linkparty, gerne auch mit dem Banner unserer Blogparade. Wir freuen uns auf viele interessante Beiträge!

Hier findet ihr die Pinnwand:

blog_flyer

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21 Gedanken zu „Plastikfreier Stammtisch & Blogparade im März: Ostern und die Macht der Gewohnheit

  1. Hallo!

    Im letzten Jahr wollte ich die Eier nicht färben, obwohl es ja ganz viele Möglichkeiten gibt, Eier natürlich zu färben.

    Statt dessen habe ich für jedes verschenkte Ei einen Eierwärmer gehäkelt. Bilder davon samt Anleitung verlinke ich hier zur Linkparty.

    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/04/03/selbst-gemacht-statt-selbst-gekauft-huhneierwarmer/

    Die Eierwärmer sehen nett aus am Ostertisch und können jedes Jahr wieder verwendet werden – eine sehr nachhaltige Lösung um dem Eierfärben langfristig zu entkommen.

    lg
    Maria

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  2. Pingback: selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Huhneierwärmer | widerstandistzweckmaessig

  3. Pingback: selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Osterbrot | widerstandistzweckmaessig

  4. Pingback: Einfach.Plastikfrei.Leben: Ostern | gruenezwerge

  5. Ich bin für bunt-dekorierte Osterkekse! Dann kommen diese ganzen Hühnchen- und Ei- und Schmetterlinge- und Blümchen-Ausstechförmchen endlich mal zum Einsatz! (Und lecker ist es auch noch!)
    Ausserdem mag ich mit Zwiebelschalen braun gefärbte Eier, in die man dann mit dem Dremel o.ä. sinnige Sprüche und Ostermotive eingraviert.
    (Wenn man die Eier vor dem Kochen nicht anpiekt, halten diese kleinen Kunstwerke (so man will ;-)) jahrelang als Deko…)
    Liebe Grüße, Kaddi

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  6. Zum Thema Gipseier: Man legt Hühnern ein Gipsei ins Legenest, damit sie ihre Eier zuverlässig in dieses Nest legen und nicht irgendwo anders hin. Vermehrte Eierproduktion lässt sich damit nicht anregen, schön wär’s ja. Außerdem befinden sich Legenester im Stall, damit die Hennen beim Eierlegen geschützt sind. D.h. die Gipseier „in der Landwirtschaft“ liegen auf keinen Fall draußen im Freien. Das wollte ich als Hobby-Hühnerhalterin jetzt doch gerne klarstellen, nix für ungut.

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    • Danke, liebe Anne, für den Hinweis. Ich habe da ja keine Ahnung und hörte das mit dem Gipseiern zum ersten Mal. Aber das bestätigt ja den Verdacht, dass Gipseier für draußen nicht taugen, oder?
      Viele Grüße
      Sylvia

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  7. Hallo liebe Sylvia,

    Als Außendekoration könnte man ausgeblasene Eier mit Wachs überziehen. Einerseits geht das mit den Resten von Kerzenwachs oder mit den (viereckigen) Kinderwachsmalkreiden von Stockmar, falls du die kennst. Die habe ich auch an den Osterstrauch ans Grab gehängt. Sie haben gehalten und sahen toll aus.
    Bei unserer Ostereiersuche nehmen wir übrigens Fülleier aus Pappe her.
    http://www.zerowastefamilie.de/Ostern-ohne-M.ue.ll-_-Ostereiersuche.htm
    Hier habe ich darüber geschrieben und auch, wo man sie möglichst ohne Müll bekommt. Vielleicht darf der Beitrag bei Eurer Blogparade mitmachen. Würde mich sehr freuen.

    Liebe Grüße

    Stefanie

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  8. Pingback: Osterhase namens Socke - myflea

  9. Hi Sylvia, super Deine Blogparade ist genau passend zu meinem Blog Thema. Darum gleich verlinkt mit einem bestehenden Artikel.

    Ich versuche mich auch gerade an der Blogparade Upcycling: Schrott oder Schatz. Vielleicht mnagst Du ja zum Gelingen beitragen 🙂

    Lg Angela von http://www.myFlea.de

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  10. Pingback: Osterüberraschung | gruenezwerge

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  12. Pingback: Österlicher Faltspaß | gruenezwerge

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